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Forst & Holz

Waldbewirtschaftung ist aktiver Klimaschutz

Jacqueline Kraege: "Aus ökologischen und ökonomischen Gründen sollten wir unsere heimischen Rohstoffquellen nutzen". Anlässlich der forstpolitischen Gespräche des Waldbesitzerverbandes hielt Staatssekretärin Jacqueline Kraege eine Rede zum Thema "Die Rohstofffrage, der Klimawandel, die Biodiversität - Strategien der Forstwirtschaft in Rheinland-Pfalz". Ihr Fazit: "Wir können und wollen es uns nicht leisten, heimische Rohstoffquellen nicht zu nutzen und stattdessen Holz und Holzprodukte zu importieren. Das ist weder ökonomisch noch ökologisch vertretbar."
Beschreibung

Forststaatssekretärin Kraege ging auf die zentrale Rohstofffrage ein: "Wir können und wollen es uns nicht leisten, heimische Rohstoffquellen nicht zu nutzen und stattdessen Holz und Holzprodukte zu importieren. Das ist weder ökonomisch noch ökologisch vertretbar." Holz sei, das zeige eine Clusterstudie zum Sektor Forst und Holz, der Basisrohstoff für eine bedeutende Wertschöpfungskette in der Region. Deshalb müsse, so Kraege, zusammen mit den Unternehmen der Holzbranche für die Mobilisierung von Holz aus Gemeinde-, Staats- und Privatwald sowie für einen nachhaltigen Holzabsatz gesorgt werden.

Kraege sprach auch die Ausrichtung der Waldbewirtschaftung auf die Bedingungen des Klimawandels an. "Hierbei ist eine detaillierte Rückkopplung der Maßnahmen durch Forschung unerlässlich, um frühzeitig Fehlentwicklungen erkennen und gegensteuern zu können. Die Forschungsprogramme der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft Rheinland-Pfalz richten sich verstärkt auf diese Zukunftsfrage aus, unter anderem mit dem INTERREG Projekt ForeStClim und dem gemeinsam mit dem Potsdam Institut vereinbarten Landesprojekt KlimLand.

Der Zustand der Wälder in Rheinland-Pfalz könne sich laut Bundeswaldinventur sehen lassen. "Durch intensive Beratung und finanzielle Förderung in Höhe von rund 300 Millionen Euro in den 17 Jahren nach den schweren Windwürfen im Jahr 1990 haben wir einen gewaltigen Umbau der Waldbestände erreicht: weg von Monokulturen hin zu stabilen und reaktionsfähigen Waldbeständen. Damit machen wir die Wälder ökologisch fit für die Herausforderungen durch den Klimawandel, die Erhaltung der biologischen Vielfalt und die Befriedigung einer steigenden Rohstoffnachfrage."

Nicht unbewirtschaftete Schutzgebiete, sondern die Integration des Naturschutzes in die Waldbewirtschaftung sichern, so Kraege, ein breites Artenspektrum in den Wäldern.

Verantwortlich für den Inhalt: Stefanie Mittenzwei ,
e-mail: presse@mufv.rlp.de

 

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